Der Angriff der USA auf Venezuela: Ein weiterer Schritt in Richtung imperialistischer Gemetzel

Statement unserer US-amerikanischen GenossInnen von der IWG

In dieser Zeit der Krise des globalen Kapitalismus gehen die großen imperialistischen Mächte dazu über immer verbissener ihre Position zu festigen. Trumps Überfall auf Venezuela und die Entführung von Nicolás Maduro sind ebenso Ausdruck der imperialistischen Krise wie Israels Kriege im Nahen Osten, Russlands Invasion in der Ukraine und Chinas Vorbereitungen zur Eroberung Taiwans. Aber was bedeutet die amerikanische Aggression für die ArbeiterInnenklasse? Sie wird nur dazu führen, dass noch mehr Arbeiterinnen und Arbeiter im Namen des Profits abgeschlachtet werden.

Kein/e Arbeiter/in der/die noch ernsthaft bei Verstand ist kann glauben, dass dieser Angriff eine Reaktion auf den „Drogenhandel“ Venezuelas sei. Die Bombardierung von Fischern in der Karibik ist eine noch schlechtere Rechtfertigung für einen Krieg als die vielbeschworenen Massenvernichtungswaffen, die der Irak nie hatte. Es ist ein Warnschuss gegen China, den wichtigsten imperialistischen Rivalen der USA. Die USA versuchen ihre Position in ganz Amerika zu sichern, um sich auf eine Konfrontation mit dem sich konsolidierenden Zweckbündnis aus China, Russland, Iran und Nordkorea vorzubereiten. All diese Länder haben gemeinsam, dass sie von den USA sanktioniert werden. Sie verfolgen das Ziel, die globale imperialistische Arena zu ihren Gunsten zu verschieben.

ArbeiterInnen auf der ganzen Welt haben gesehen, was „unsere Nation“ für uns tun kann. In den USA wurden wir alle mit brutalen Sparmaßnahmen im Rahmen der One Beautiful Big Bill konfrontiert. Unsere KollegInnen werden von der ICE verschleppt und gefoltert, was sowohl von den Demokraten als auch von den Republikanern aktiv unterstützt wird um die ArbeiterInnenklasse zu disziplinieren. Die Arbeitsbedingungen sind zunehmend prekär geworden und das Tempo und die Intensität der Arbeit haben zugenommen um den Profithunger des Kapitalismus zu stillen, während die Löhne stagnieren und die Preise steigen. Die US-Wirtschaft steckt derzeit in einer KI- und Datenblase, die durch imperialistische Rivalitäten und die Notwendigkeit der Überwachung der ArbeiterInnenklasse im Inland angeheizt wird. Das Gleiche gilt für Venezuela, wo die ArbeiterInnenklasse brutale Entbehrungen erdulden muss um die derzeitige kapitalistische Herrschaft an der Macht zu halten. Die westliche Sanktionen und Anfeindungen werden genutzt, um die ArbeiterInnenklasse an ihre Ausbeuter zu binden, die von sich behaupten, „antiimperialistisch” zu sein.

Die Angriffe auf die ArbeiterInnenklasse sind Teil der sich verschärfenden kapitalistischen Krise, die in einem imperialistischen Weltkrieg zu gipfeln droht. Alle Staaten tendieren zu Kriegen um aus einer endlosen Krise, die durch Stagnation und den Rückgang der Profite verursacht wird, herauszukommen. Die ArbeiterInnenklasse muss als Klasse für sich selbst kämpfen bevor unsere Bosse völlig aus dem Ruder laufen und ein weiteres weltweites imperialistisches Gemetzel anrichten.

Unser Kampf am Arbeitsplatz muss aus eigener Kraft unserer Klasse und mit internationalistischer Politik geführt werden. Wir dürfen diesen Kampf niemals einer Regierung überlassen, egal ob sie sich als antiimperialistisch darstellt oder nicht, oder den Gewerkschaften, die als Planungs- und Regulierungsapparat des Staates aufs Engste mit dem kapitalistischen System verflochten sind.

Das Proletariat muss in diesen Kämpfen vorangehen und eine politische Partei herausbilden, die sich auf die revolutionäre Umgestaltung der Gesellschaft orientiert. Kriege, staatliche Unterdrückung und ein weiteres Absinken unserer Lebensbedingungen können nur gestoppt werden, wenn die ArbeiterInnenklasse die politische Macht ergreift. Nur der Kommunismus, also eine staatenlose, klassenlose Gesellschaft ohne Grenzen und Kriege zwischen Staaten kann eine Lösung bieten, um diesem System ein Ende zu setzen und zu verhindern, dass die ArbeiterInnen in reformistische Sackgassen geführt werden, die auf eine Modifizierung des kapitalistischen Systems hinauslaufen.

NO WAR BUT THE CLASS WAR!

Internationalist Workers’ Group
Sunday, January 4, 2026