8. März: Gemeinsam kämpfen gegen Ausbeutung und Unterdrückung!

Ausbeutung, Hausarbeit, Diskriminierung und sexuelle Gewalt – das ist die alltägliche Realität für Millionen proletarischer Frauen weltweit. Die Unterdrückung der Frau hat ihre Wurzel in der Teilung der Gesellschaft in besitzende und besitzlose Klassen. Sie stellt ein besonderes Unterdrückungsverhältnis dar, welches die ArbeiterInnenklasse als Ganzes schwächt. Frauen stellen über 50% der Weltbevölkerung dar, leisten aber einen Großteil der gesellschaftlichen Arbeit. Nach wie vor werden die Lasten der Reproduktionsarbeit (Kindererziehung, Haushalt etc.). in erster Linie den Frauen aufgehalst. Selbst wenn Frauenarbeit entlohnt wird, liegt die Bezahlung im Durchschnitt deutlich niedriger als die der Männer. Frauen sind immer die ersten, die die Angriffe des Kapitalismus in Form von Kriegen, Hunger, Kürzungsprogrammen und Entlassungswellen am härtesten zu spüren bekommen. Die Bourgeoisie mag viel über Gleichstellungsgesetze und „sexuelle Befreiung“ reden, in der Realität werden Frauen jedoch nach wie vor grundlegende Rechte vorenthalten. Noch immer werden sie durch diverse Abtreibungsgesetze entmündigt, und ihnen selbst das Recht auf Selbstbestimmung über ihren eigenen Körper verweigert. Gekoppelt wird dies mit der Propagierung einer Sexualmoral, die die Frau auf die Rolle als Mutter reduziert, und die bürgerliche Kleinfamilie zum gesellschaftlichen Leitbild erhebt. Auf der anderen Seite werden der Körper und die Sexualität der Frau auf allen Ebenen der „Kulturindustrie“ als Ware für den Profit gehandelt. Sei es nun in den mehr oder weniger gesellschaftlich akzeptierten Formen der Werbung bis hin zu deutlicheren Ausformungen wie Pornographie und Prostitution. All dies trägt dazu bei, dass sich die Unterdrückung der Frau als vermeidliche Normalität in das bürgerliche Alltagbewusstsein einfrisst und auf allen Ebenen des gesellschaftlichen Lebens tagtäglich reproduziert. In der Periode nach dem Zweiten Weltkrieg haben Frauen zwar weitreichende Verbesserungen erfahren, doch dies waren nur kurzlebige Siege, die in erster Linie dem Wirtschaftsboom und den Erfordernissen des Kapitalismus geschuldet waren. All dies steht im Zeichen der Krise wieder zur Disposition wie die rückläufige Lage der Frauen am Arbeitsmarkt und die diversen ideologischen Kampagnen für eine Rückkehr zu familiären Werten zeigen. Zwar hat der Kapitalismus die Grundlage für die Befreiung der Frau gelegt, indem er Frauen den Zugang zum Arbeitsmarkt und die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ermöglichte, dennoch kann die Unterdrückung der Frau nicht innerhalb der kapitalistischen Beziehungen überwunden werden. Nach wie vor liegt die Wurzel der Frauenunterdrückung in der Familie, der letzten Bastion der bürgerlichen Eigentumsverhältnisse. Die Entwicklung des Kapitalismus hat die Institution der Familie zweifellos geschwächt. Auch konnten zumindest und in den metropolitanen Ländern die krassesten Auswüchse patriarchaler Unterdrückung durch Gesetzesregelungen wie das Recht auf Scheidung und die Ächtung von Gewalt und Vergewaltigung in der Ehe eingedämmt werden. Dennoch ist der Kapitalismus nicht in der Lage über die Familie als grundlegende gesellschaftliche Sozialisationseinheit hinauszugehen. Die Emanzipation der Frau kann nur in einer Gesellschaft realisiert werden, in der die Aufgaben der Kindererziehung, der Hausarbeit, Kranken- und Altenversorgung Teil der kollektiven gesellschaftlichen Tätigkeit sind. Die Emanzipation der Frauen ist unmittelbar mit der Schaffung einer sozialistischen Gesellschaft und der Befreiung der ArbeiterInnenklasse als Ganzes verbunden. Doch der Kampf gegen sexistische Diskriminierung kann nicht auf den Tag X nach der Revolution vertagt werden. Es ist eine grundlegende Aufgabe von RevolutionärInnen schonungslos gegen reaktionäre Einstellungen und Verhaltensmuster gegenüber Frauen vorzugehen. Wir wenden uns gegen die Verklärung der bürgerlichen Ehe und Familie, der Keimzelle patriarchaler Unterdrückung und gegen die Diskriminierung von sexuellen Orientierungen, die von der herrschenden bürgerlichen Sexualmoral abweichen. Im Gegensatz zu bürgerlichen Feministinnen sind wir nicht der Meinung, dass der Sexismus durch individuelle Verhaltensmaßregeln oder gar die Quotierung des Staatsapparates zu mildern oder gar zu überwinden ist. Indem er die Teilung der Gesellschaft in Klassen ignoriert, verschleiert der Feminismus den Interessengegensatz zwischen bürgerlichen und proletarischen Frauen und entpuppt sich damit als reaktionäre Sackgasse. Der Kampf gegen Frauenunterdrückung ist für uns keine reine „Frauenangelegenheit“, sondern gleichermaßen Mittel wie Voraussetzung zur Herstellung der Klasseneinheit. Die revolutionäre Organisation muss alle erforderlichen Schritte treffen, um die volle Beteiligung von so vielen Frauen wie möglich an der kommunistischen Bewegung sicherzustellen.

Kein Sozialismus ohne Befreiung der Frau, keine Befreiung der Frau ohne Sozialismus!

Für die staaten- und klassenlose Gesellschaft!

Gruppe Internationalistischer KommunistInnen

Thursday, March 5, 2020

Kommentare

franchement, félicitations camarades!

vous reprenez des concepts que j'avance dans mon essai (que la TCI refuse de lire et de discuter)

concepts qui ont été avancées par les théories féministes et en particulier des féministes marxistes.

1- le travail reproductif, sauf erreur de ma part, c'est la première fois que je vois ce concept à la TCI.

2- Le droit à l'avortement et au contrôle de leur corps, qui peut être une revendiction de toute la classe ouvrière. Ça aussi je ne le voyais pas avant.

pour le reste du texte, on ramène quand même quelques erreurs. Par exemple, les femmes travaillaient avant l'avènement du système capitaliste. La racine de l'oppresssion des femmes ne se trouve pas dans la famille, c'est bien la division sexuelle du travail qui en est la cause fondamentale, je le démontre dans mon essai en m'appuyant sur Engels. Ensuite, au sujet du féminisme, il faut en prendre et en laisser. Mais l'article nous laisse penser qu'il n'y a rien de bon dans ce courant. Pourtant plusieurs théories féministes intègrent la notion de classe. À prendre, bien sût de façon critique. Les féministes marxistes ont mis au point la théorie de la reproduction sociale, qui est, je crois celle qui peut se rapprocher le plus de nous. Cette théorie cependant, ne mentionne jamais la division sexuelle du travail.

Mais quand même camarades, vous avez fait un pas vers l'unité de la classe ouvrière (hommes et femmes) avec cet article!

si vous voulez lire mon essai sur le sujet, contactez moi, je me ferai un plaisir de vous l'envoyer!