Das Virus ist der Kapitalismus!

Die Epidemie des Corona-Virus verbreitet sich auf dem ganzen Planeten. Es hat soziale und ökonomische Strukturen erschüttert, die unveränderlich schienen. Mit der gleichen Kraft hat es die tatsächlichen Verhältnisse in einer Gesellschaft aufgedeckt, die auf der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen zu Profitzwecken basiert. Tausende, wenn nicht Millionen von Arbeiterinnen und Arbeitern sind nun auf ein Gesundheitssystem angewiesen, welches durch jahrelange Kürzungen weitestgehend lahmgelegt ist: Ein Gesundheitssystem, welches nicht in der Lage ist, jeden zu behandeln und sich deshalb entschieden hat, ältere Menschen auf der Strecke zu lassen. Sie sind (vermeidbare) Opfer eines Systems, in dem als „vernünftig“ gilt, eine große Masse an Menschen bis zum Alter von 67-70 Jahren schuften zu lassen. Wie uns die Realität immer von neuem belehrt, wurden Millionen von Menschen, Arbeiterinnen und Arbeiter, die ohnehin schon unter prekären hygienischen und teils hochschädlichen Bedingungen arbeiten müssen, trotz der rasanten Entwicklung der Epidemie, weiter in die Produktion beordert. Alle Versuche sich vor der Epidemie schützen zu wollen und die Produktion sofort einzustellen, scheiterten angesichts der Interessen der Bosse, und ihrer Handlanger. Die Streiks von Arbeiterinnen und Arbeitern in ganz Italien und in der Welt zeigen das heutige Dilemma auf: Das Leben gegen den Profit! Schnell wird klar, dass man von der kapitalistischen Profitmaschinerie in „guten“ wie in schlechten Zeiten als reine Produktionseinheit angesehen wird – bis in den Tod. Man muss sich nur das Schicksal der Arbeiterinnen und Arbeiter des Stahlwerks Ilva in Tarent ansehen. Wie viele von ihnen und ihren Angehörigen sind wegen der verseuchten Arbeits- und Lebensbedingungen tagtäglich ums Leben gekommen.

„Es wird nicht alles gut gehen“

Auch im Falle eines baldigen Abebbens der Epidemie, werden sich Arbeiterinnen und Arbeiter weltweltweit durch eine zähe Zeit kämpfen müssen. Denn eines ist sicher: Der Kapitalismus wird sich morgen zurückholen was er in der derzeitigen Notlage verloren hat. Die Epidemie hat massiv auf die schon gravierende, seit 2008 anhaltende Wirtschaftskrise eingewirkt und man kann damit rechnen, dass sich das wie bisher in harten Austerität-, Steuer – und Kürzungsprogrammen niederschlagen wird. Mit dieser Perspektive versucht der Staat heute die nationalistische Rhetorik des „Allgemeinwohls“ zu pflegen, um morgen im „Interesse der Nation“ Opfer einzufordern.

Die Revolution ist die Lösung!

Die Mobilisierung von Arbeiterinnen und Arbeitern in ganz Italien hat uns gezeigt, dass sich aus der Ohnmacht Widerstand zur Verteidigung der unmittelbaren Interessen entwickeln kann. Doch das allein genügt nicht. Es ist notwendig schon heute die unmittelbare Verteidigung der Gesundheit der Arbeiterinnen und Arbeiter mit der Forderung nach einer gesellschaftlichen und ökonomischen Alternative zu verbinden, in der die Produktion nicht mehr im Widerspruch zur Gesundheit steht. Der Virus, der uns auszehrt, ist der Kapitalismus! Nie war der Gegensatz zwischen Wohlbefinden und Gesundheit und der Logik des Profits so deutlich wie heute. Dem entgegenzutreten bedeutet, für eine kommunistisch Alternative zur Ausbeutung und des Todes zu kämpfen und den Aufbau und die Verankerung des politischen Instruments des proletarischen Kampfes in Angriff zu nehmen: Der internationalistischen und revolutionären Klassenpartei. Wir haben uns immer für diese Aufgabe eingesetzt. Doch heute, wo sich die Situation schlagartig ändert, drängt die Zeit. Es gibt eine Alternative zu diesem System! Alle die es satthaben ausgenutzt und ausgebeutet zu werden, stehen vor der Aufgabe einen Beitrag zu ihrem Aufbau zu leisten. Bereiten wir uns auf die historische Herausforderung vor!

#ilvirusèilcapitalismo

#tuttoilpoterealproletariato

Arbeiterinnen und Arbeiter von Battaglia Comunista

Saturday, April 4, 2020