Gegen alle imperialistischen Kriege: Für den Klassenkampf!

Während die Welt zusieht, finden seit drei Jahren ein Massaker in Gaza und blutige Gewalt im Westjordanland statt. Oder anders gesagt: Die internationale Bourgeoisie – ihre Staaten und imperialistischen Blöcke – ist tief in das Blutbad verwickelt, das Israel nach dem schrecklichen Massaker der Hamas am 7. Oktober 2023 entfesselt hat. Die israelische faschistisch-fundamentalistische Regierung wusste, was kommen würde, ließ es aber geschehen, um einen Vorwand zu schaffen, den Gazastreifen und das Westjordanland zu besetzen – und damit faktisch beide Gebiete unter ihre Kontrolle zu bringen –, mit dem letztendlichen Ziel, die PalästinenserInnen zu vertreiben.

Die Hamas – eine faschistisch-islamistische Kraft – hat die Finanzmittel der Bourgeoisien des Nahen Ostens konsequent nicht für die Bevölkerung von Gaza eingesetzt, sondern zur Durchsetzung ihrer eigenen politisch-militärischen Strategie. Der 7. Oktober war eine weitere Bestätigung dafür – und die verheerendste von allen –, da die Hamas sich durchaus bewusst gewesen sein musste, dass der Angriff Israels genozidale Gewalt entfesseln würde.

Das unbeschreibliche Leid der PalästinenserInnen hat zu Recht bei vielen Empörung gegen die kriminelle Bande unter der Führung von Netanjahu und seinem Chef in Washington ausgelöst; doch die Alternative ist nicht die Gründung eines palästinensischen Staates. Ein solcher Staat würde lediglich als verlängerter Arm des rivalisierenden imperialistischen Blocks – China, Russland und Iran – dienen, der nicht weniger unterdrückerisch ist. Er würde die Klassenherrschaft der palästinensischen Bourgeoisie verkörpern, die darauf aus ist, „ihr eigenes“ Proletariat auszubeuten, ohne die Beute mit anderen Bourgeoisien zu teilen – bzw. so wenig wie möglich davon abzugeben.

Doch nur ein größerer Krieg könnte das Szenario „zwei Völker, zwei Staaten“ tatsächlich herbeiführen. Es wäre ein Krieg, in dem wie immer die ArbeiterInnenklasse und die Entrechteten die Zeche zahlen würden, während die Bourgeoisie die Gewinne einsteckt.

Die Aussicht auf einen ausgeweiteten – oder gar allgemeinen – Krieg ist realer als die auf einen palästinensischen Staat. Die strukturelle Krise des Kapitalismus treibt die Entwicklung in diese Richtung, und die Konflikte – vom Sudan über den Nahen Osten bis hin zur Ukraine – entstehen gerade aus den Schwierigkeiten der Bourgeoisie, die Wirtschaft wieder anzukurbeln, trotz der verschärften Ausbeutung, der Prekarität und der Verarmung, mit der sie die weltweite ArbeiterInnenklasse überzieht. Und trotz der sich beschleunigenden Ausbeutung und Zerstörung des Ökosystems.

Nein, das Ende der Barbarei in Palästina und überall sonst liegt nicht in der Schaffung eines neuen bürgerlichen Staates, sondern im Kampf gegen die Ursachen dieser Gewalt: gegen das Kapital und alle Staaten.

Nur die ArbeiterInnenklasse hat die Macht, dies zu tun, da die bürgerliche Gesellschaft auf ihrer Ausbeutung beruht.

Ein Kampf gegen Ausbeutung und Unterdrückung in all ihren Formen – außerhalb und gegen die bürgerliche „Linke“ sowie außerhalb und gegen die Gewerkschaften, seien es nun staatlich integrierte oder sogenannte „Basisgewerkschaften“, die allesamt unweigerlich gezwungen sind, sich den Diktaten des Kapitals zu beugen.

Der Klassenkampf muss von unten kommen und durch Kampforganisationen geführt werden, die direkt aus dem Kampf selbst hervorgehen. Begleitet von einer revolutionären Partei, die von diesen Kämpfen getragen wird und als deren politischer Orientierungspunkt fungiert.

Das ist der einzige Weg; die Alternative wäre ein Sturzflug in den Abgrund.

PCInt – Battaglia Comunista
Wednesday, October 7, 2026