1. März: Für die Einheit im Kampf aller Ausgebeuteten!

http://www.leftcom.org/files/images/2010-01-08-rosarno-1.thumbnail.jpg

Der Angriff auf die Arbeitsimmigranten ist ein Angriff auf die gesamte Arbeiterklasse! Für eine gemeinsame und geschlossene Antwort ohne ethnische Spaltungen!

Flugblatt unserer italienischen Schwesterorganisation Battaglia Comunista zum Migrantenstreik “Giornata senza immigrati: 24 ore senza di noi” am 1.März

Die Revolte von Rosarno in Kalabrien brachte für einen kurzen Moment die inhumanen Arbeits- und Lebensbedingungen der großen Mehrheit immigrierter Arbeiter ins Rampenlicht der Medien. Weiterhin drückt die Krise des Systems immer weitere Schichten der Arbeiterklasse, unabhängig von ihrer Nationalität, unter die Armutsgrenze. In diesem Zusammenhang hat die Gewalt zwischen verschiedenen ethnischen Gruppen der Ausgebeuteten katastrophale Konsequenzen.

Kommunistische Debatte: Antwort an "The Commune"

Im Folgenden dokumentieren wir die Antwort unserer britischen Schwesterorganisation Communist Workers Organisation auf einen Diskussionsbeitrag der Gruppe „The Commune“. Wir halten den Text für interessant und wichtig, weil er auf wesentliche Fragen heutiger kommunistischer Aktivität eingeht und grundlegende Positionen unserer Strömung in kurzer prägnanter Form skizziert.

Wir möchten uns für die Antwort von „The Commune“ auf die Kritik an ihrer Gruppe bedanken, die wir in der Ausgabe 50 unserer Zeitschrift Revolutionary Perspectives veröffentlicht haben. Wir möchten zuerst einmal genauer klarstellen, wer wir sind. „The Commune“ bezieht sich auf uns als die Internationalistische Kommunistische Tendenz (IKT). Dies ist nur zum Teil richtig. Revolutionary Perspectives ist die Zeitschrift der Communist Workers Organisation.

ELENA - der "elektronische Entgeltnachweis"

Mit dem Elena-Verfahrensgesetz vom 28. März 2009 wurde vom Gesetzgeber ein Verfahren beschlossen um zukünftige Anträge auf Sozialleistungen zu vereinfachen, zu beschleunigen oder leichter ablehnen zu können. In eigenen Worten wirbt die ELENA-Site unter den Floskeln „weniger Bürokratie — mehr Effizienz“. Das Gesetz sieht vor, dass die Unternehmen seit dem ersten Januar 2010 an die Zentrale Speicherstelle (ZSS) die Entgeltdaten ihrer Beschäftigten verschlüsselt senden, wo sie unter einem Pseudonym abgespeichert werden. Ab 2012 soll das ELENA- Verfahren starten: Für die Bewilligung der Anträge auf Arbeitslosengeld, Wohngeld, Bundeselterngeld etc. sollen die erforderlichen Daten aller Lohnabhängigen unter Einsatz von Signaturkarten derjenigen, die Leistungen beantragen könnten, abgerufen werden können.

Solidarität mit den Wanderarbeitern von Rosarno! Gegen die Bosse, Ausschluss und Aussperrungen!

http://www.leftcom.org/files/images/2010-01-08-rosarno-2.thumbnail.jpg

Statement unserer italienischen Schwesterorganisation Battaglia Comunista

Nach den zweitägigen Auseinandersetzungen in Rosarno mussten 66 Menschen im Krankenhaus behandelt werden: 17 Einwohner, 19 Polizisten und 30 Immigranten. Von den letzteren wurden zwei in der Nacht vom 7. auf den 8. Januar mit Eisenstangen schwer verletzt. Ihr Zustand ist weiterhin ernst. Andere Immigranten wurden von Autos angefahren. Dies war die Reaktion auf den plötzlichen Ausbruch von Wut am Vortag nachdem zwei Immigranten aus dem Hinterhalt beschossen und verletzt wurden. Die unbändige Wut der Immigranten, die sich zu Hunderten auf der Hauptstraße der Stadt versammelten, machte vor nichts halt was ihnen im Weg stand und hinterließ eine Schneise ausgebrannter und beschädigter Autos und umgeworfener Mülltonnen. Die Bilder der Proteste nahmen in den Medien viel Raum ein. (1)

Dieser Aufstand war faktisch unvermeidlich.

Reflektionen über den britischen Bergarbeiterstreik 1984/85

http://www.leftcom.org/files/images/1984-06-18-uk-miners.thumbnail.jpg

Die Krise

Der britische Bergarbeiterstreik war einer der wichtigsten Momente in der Geschichte der Arbeiterklasse — und dies nicht nur in England. Er fand vor dem Hintergrund des Endes des Nachkriegsboom statt, der von vielen Kapitalisten für unerschöpflich gehalten wurde. Das letzte Signal dafür, dass der tendenzielle Fall der Profitrate die Kapitalverwertung erschwerte, war die Aufkündigung des Bretton Woods Abkommens 1971 durch die USA, der eine Aufwertung des Dollars folgte. In Großbritannien war die Krise weiter fortgeschritten. Einige Studien gingen davon aus, dass die Profitrate auf Null zuging. Die britische herrschende Klasse hatte sich nach 1945 sozialen Frieden erkauft, indem sie einen Sozialstaat und weitgehende Vollbeschäftigung einführte. Die ging zu Lasten der Modernisierung und der Investition in neue Industrien — dennoch war ein langsamer Rationalisierungsprozess im Gange.

Robert Sutterlütti (1957-2009)

In der Nacht des 7. Dezember 2009 nahm sich Robert Sutterlütti von der Gruppe Proletarische Revolution (früher GIK — Österreich) das Leben. Dies war ein tragischer Schlag für die gesamte internationalistische kommunistische Linke da Robert sein Leben der Verbreitung linkskommunistischer Ideen widmete und in den letzten 25 Jahren mit vielen kommunistischen Gruppen besonders in Osteuropa in Kontakt stand. Er war Mitglied der Kompol-Gruppe die 1983 an der von Battaglia Comnista organiserten Vierten Internationalen Konferenz der Kommunistischen Linken in London teilnehmen wollte. Unglücklicherweise spaltete sich diese Gruppe vor der Konferenz und verschwand von der Bildfläche. Allerdings gelang es Robert Teile dieser Gruppe als GIK wieder zusammenführen. 1980n reiste er durch Großbritannien und besuchte verschiedene Gruppen stellte aber fest, dass er persönlich dem IBRP am nahsten stand.

Nachruf der „Gruppe Proletarische Revolution“ auf den Tod unseres Genossen Robert

An die Gruppen des revolutionären Milieus: %%% Büro Für Die Revolutionäre Partei (IKT), %%% Gruppe Internationale Sozialisten, %%% Internationale Kommunistische Strömung

Die Gruppe Proletarische Revolution (GPR) ist in die tragische Lage gelangt, den Tod des Genossen Ro., ein zentrales Mitglied unserer Gruppe, mitteilen zu müssen. Unser Genosse Ro. ist in der Nacht vom 6. auf den 7. 12. 09 auf tragische Weise aus dem Leben geschieden. Wir ersuchen euch in euren Journalen folgenden Nachruf zu veröffentlichen:

Unser Genosse Ro. ist in der Nacht vom 6. auf den 7. 12. 09 tragisch aus dem Leben geschieden. Er war einer der Gründungsmitglieder der Gruppe, die sich damals 1983 Gruppe Internationalistische Kommunisten nannte und die politische und theoretische Tradition der Autonome Gruppe Kommunistische Politik, die durch Selbstauflösung endete, fortsetzte.

Das IBRP wird zur „Internationalistischen Kommunistischen Tendenz“

Ergebnisse des Treffens des Internationalen Büros vom 26-27. September in Mailand

Als das Büro 1983-4 gegründet wurde setzten wir uns einige klare Richtlinien die bis zum heutigen Tag Gültigkeit haben:

  1. Wir sind nicht die Partei und schon gar nicht die Vorwegnahme der Partei, sondern eine Organisation, der jene angehören die sich am Kampf für eine zukünftige internationale zentralisierte Partei beteiligen, und gemeinsam für dieses Ziel kämpfen, diskutieren und arbeiten wollen. Wir gingen davon aus das größere Bewegungen er Arbeiterklasse neue Klassenorganisationen ins Leben rufen würden, die neue Fragestellungen und Themen aufgreifen aber auch unweigerlich vor vielen Konfusionen und Herausforderungen stehen würden. Wir sahen es als unsere Hauptaufgabe die Erfahrungen vergangener Arbeiterkämpfe und deren Aufarbeitung durch die internationalistische Kommunistische Linke jeder neuen Generation von Arbeitern zu vermitteln die bereit wäre den Klassenkampf aufzunehmen.

2.

Klassenkämpfe in Südafrika

http://www.leftcom.org/files/images/2009-09-01-south-africa.thumbnail.jpg

Seit den Wahlen im April dieses Jahres wird Südafrika von der heftigsten Welle von Klassenkämpfen erschüttert, die das Land seit dem Machtantritt des ANC vor 15 Jahren erlebt hat. Streiks der Bauarbeiter legten Kraftwerke,den Schienenverkehr und Fußballstadien lahm, die Bergarbeiter stoppten die Produktion von Kohle und Gold und die Streiks der städtischen Beschäftigten (insbesondere Busfahrer und Müllwerker) brachten das Transportwesen und die Müllabfuhr zum Erliegen. Ebenso traten Arbeiter in der Telekommunikationsbranche, Ärzte und sogar Soldaten in den Streik. Gleichzeitig entzündete sich die Wut in den Townships in Riots und Angriffen auf Verwaltungsgebäude die allesamt in der Hand des ANC sind.

Unterstützt den Kampf der Arbeiter von SPX! Für den proletarischen Internationalismus!

http://www.leftcom.org/files/images/2009-10-02-spx-picket.thumbnail.jpg

Flugblatt unserer italienischen Schwesterorganisation Battaglia Comunista

Seit dem 14. September befinden sich die Arbeiter von SPX (Tecnostest) in Sala Baganza (Reggio Emilia) in einem harten Kampf, den sie mit Mut und Schlauheit führen. Ihnen wurde keine andere Wahl gelassen nachdem die Firma sie buchstäblich mit dem Rücken an die Wand gedrückt hatte. Die Fabrik in Sala gehört zu einem multinationalen Unternehmen mit Hauptsitz in den USA, welches Autozubehör produziert und repariert. Ein Geschäft, welches trotz der ökonomischen Krise einigen Profit abzuwerfen scheint. Doch Krise hin oder her — das Unternehmen hat sich schon vor langer Zeit entschieden die Produktion nach Deutschland zu verlagern. Als unmittelbare Folge dieser Entscheidung wurde angekündigt, 50 Arbeiter in den Vorruhestand zu schicken.

Südkorea: Die Besetzung von Ssangyong endet in einer Niederlage

http://www.leftcom.org/files/images/2009-07-25-ssangyong-2.thumbnail.jpg

Am 5. August ging die 77 Tage dauernde Besetzung der Autofabrik Ssangyong zu Ende. Die Ssangyong Motor Company in Pyeontaek nahe Seoul gehört der chinesischen „Shanghai Automotive Industry Corporation“, die in den letzten Jahren 51% der Firmenanteile erhielt. Seit der Übernahme wurden 8700 Arbeitsplätze abgebaut. Als die Firma im Februar Insolvenz anmeldete, wurden die Arbeitsplätze noch einmal auf 700 reduziert und viele Fertigungsteile nach China verlagert. (…) Gleichzeitig wurde versucht mit Subventionen des koreanischen Staates die Fabrik wieder zum Laufen zu bringen. Die geplanten Umstrukturierungen sahen weit reichende Entlassungen vor. So wurden 300 Vertragsarbeiter gefeuert und 1700 Kollegen in den Vorruhestand geschickt. Die Initiative zur Besetzung ging hauptsächlichen von den letzteren aus.

Die Besetzung

Der Streik und die Besetzung begannen am 22 Mai.

Griechenland: Brief eines anarchistischen Genossen

(Im Folgenden veröffentlichen wir einen Brief eines griechischen Anarchokommunisten, mit dem wir schon länger in Kontakt stehen. Auch wenn diese Korrespondenz einen eher informellen Charakter hatte, enthält sie wichtige Informationen und politische Fragestellungen. Wir fragten den Genossen deshalb um sein Einverständnis den Brief veröffentlichen zu dürfen. Er stimmte zu und bat uns um einige Klarstellungen. Erstens vertritt er ausdrücklich keine pazifistischen Positionen und hat nichts gegen zweifellos notwendige Widerstandshandlungen der Bewegung (militante Verteidigung von Demos gegen die Bullen, Besetzung von Radiostationen usw.) Was er kritisiert ist die unüberlegte Gewalt von ca. 200 bis 300 Personen die sich als Anarchisten ausgeben in der Nacht vom 8. auf den 9 Dezember 2008. Er erhebt den Vorwurf, dass diese Aktionen die Möglichkeiten einer politischen Verallgemeinerung der Bewegung erheblich schwächten. Das ist ein Kritikpunkt den wir weitgehend teilen.

Requiem auf die Verstaatlichung

(Im Folgenden dokumentieren wir einen Text der Genossen der ASR (Allianz Revolutionärer Sozialisten) Zwar haben wir einige politische Differenzen in der Darstellungsmethode und Analyse der wichtigen Revolte im ukrainischen Cherson im Februar dieses Jahres, dennoch gibt es eine Reihe von Gemeinsamkeiten. So begrüßen wir die Kritik der Trotzkisten und Stalinisten. Die ASR strebt eine Synthese „des revolutionären Marxismus, proletarischen Anarchismus (Bakunin, FORA) und dem revolutionären Narodnichestvo“ an, und lehnen den „Marxismus“ ab. Unter „Marxismus“ verstehen sie jedoch nicht die Ideen von Karl Marx, sondern deren Verbalhornung durch die Sozialdemokratie. Wir können einer solchen Kritik zwar zustimmen, der Terminologie jedoch nicht ganz folgen. Ebenso bezweifeln wir, dass solch eine Synthese möglich ist.

Wer wir sind: Thesen der Allianz Revolutionärer Sozialisten (Russland)

Im Folgenden dokumentieren wir die politischen Grundsatzpositionen der Allianz Revolutionärer Sozialisten (ARS), einer neuen internationalistischen Gruppe in Russland mit der wir in Kontakt und Diskussion stehen. Wir wünschen den Genossen der ARS bei der Entwicklung ihrer Aktivitäten viel Erfolg und freuen uns auf weitere Diskussionen und Zusammenarbeit.

Wir kämpfen für die Zerstörung des Kapitalismus.

Wir kämpfen für den Kommunismus, einer Gesellschaft ohne Privateigentum, Klassen, Staaten, Lohnarbeit, Geld, Warenproduktion, einer Gesellschaft die auf Kooperation und nicht auf antagonistischer Konkurrenz beruht.Wir sind der Meinung dass:

  1. Der Kommunismus nur durch eine proletarische Revolution erreicht werden kann, einer Revolution der Unterdrückten der Klassengesellschaft, derjenigen die von der politischen und ökonomischen Macht ausgeschlossen sind.

2.

Die Italienische Kommunistische Linke - Ein kurzer Abriss über ihre Entstehung und Entwicklung

Der Begriff „Kommunistische Linke“ ist heute etwas verwirrend. Die Gruppen des Internationalen Büros benutzen ihn nicht häufig. Vielmehr ziehen wir es vor und uns als „Internationalisten“ zu bezeichnen. Wir versuchen auch den Begriff „Italienische Linke“ nach Möglichkeit zu vermeiden, weil auch er zu noch mehr Verwirrung führen kann. In der „Italienischen Linken“ gibt es drei Komponenten die Internationalistische Kommunistische Partei- Battaglia Comunista ( die wichtigste Gruppe des IBRP), die Französische Kommunistische Linke ( der Vorläufer der IKS) und die Bordigisten ( die mittlerweile in viele Gruppen aufgesplittert sind aber ihren Ursprung in Programma Comunista hatten. Für uns besteht eine der größten Konfusionen die heute herumgeistern darin, dass die Tradition der Italienischen Linken des Öfteren mit Bordiga und dem Bordigismus identifiziert wird.

Syndicate content